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Plougrescant 2010
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Endlich, nach langem Warten war es soweit. Unser Urlaub stand vor der Tür. Ganz plötzlich war er da, gut 16 Monate nach unserem Urlaub in Polen. Die Koffer mußten gepackt werden; für Mensch und Hund. Aus vielen Gesprächen mit langjährigen Frankreich-Urlaubern sollte die Versorgung unserer roh ernährten Hunde kein Problem sein. Lediglich unser Magic, der auf sein “Cheval” angewiesen ist, bekam noch ein extra frostiges Päckchen mit dem lebensnotwendigen Fleisch gepackt. Kühlmöglichkeiten sollten ausreichend vorhanden sein!
Samstags morgens zu einer echt unmöglichen Zeit brachen wir auf in Richtung Plougrescant. Wem dies nichts sagt, der erinnere sich an die bekannten, unbeugsamen Gallier. Ungefähr genau an diesem Punkt stand das bretonische Steinhäuschen, welches wir für zwei Wochen gemietet hatten. Nach einer eeeeeeeeeewig langen Fahrt auf der es fast ununterbrochen geregnet hat, gelangten wir -noch bei Tageslicht- in ein kleines, unbeugsames Dörfchen mit vielen dickgemauerten Häuschen. Es versprach urig zu werden. Das Meer hatte sich zu Ehren unserer Ankunft an Land sehen lassen. Der erste Blick war schwer beeindruckend... Soooo viel Wasser und kein Ende am Horizont.
Unser Häuschen wirkte nett, das Grundstück war bestens eingezäunt und für die ständigen Hundeurlauber recht gepflegt. Wir konnten kaum glauben, wie blühend es hier noch aussah; daheim hatte kaum ein Baum noch Blätter. Nun ging der zweite Blick in’s Häuschen ... naja. Es war definitiv zu klein für uns, da es ungünstig aufgeteilt war. Aber dafür konnte ja niemand was. Erfreulicherweise fanden wir nicht wirklich Hundehaare. Aber um es kurz zu machen, es war schmuddelig, siffig... durch und durch. Es war die Summe der Kleinigkeiten, die uns die Stimmung ein wenig vermieste. Doch als alte Pfadfinder lässt man sich von altem Dreck in sämtlichen Ecken nicht abschrecken. Auch nicht von diversen Verbotszetteln, die sich quer durch’s Haus zogen. Schade war, dass es zur Begrüßung weder ein Feuer im Ofen gab noch eine Flasche Wein auf dem Tisch stand. Solche Kleinigkeiten lassen auch ein schmuddeliges Haus ein wenig verdrängen bzw. schön saufen :-) Zur Ehrenrettung dieses hundefreundlichen Domizils muss gesagt werden, dass sich die Verbotszettel nicht auf die Hunde bezog. Diese hatten auf diesem Grundstück ein wirklich nettes Areal, auf dem sich ein Urlaub verbringen lässt. Und auf dem sehr gepflegten Rasen ließ sich wunderbar das Geschäft verrichten :-). Im Haus gab es eine robuste, hundetaugliche Einrichtung und zur Begrüßung war das Ledersofa mit einem frischen Bezug überzogen. Alles wirklich tipptopp für die Hunde. Lediglich als mäßig sauberkeitsfanatischer Zweibeiner hatte man hier einige Abstriche zu machen.
Der Supergau stand uns aber noch bevor. Der ausreichend dimensionierte Kühlschrank entpuppte sich als Kleinstgerät, mit einem mehr als überschaubaren Gefrierfach. Oh graus, wohin mit dem guten tiefgefrosteten Pferd??? Wie sollten wir Magic über zwei Wochen ernähren??? Frauchen verlor den Blick für jegliche Realität. Sah ihren Magic total abgemagert, nur noch als Schatten seiner selbst nach dem Urlaub nach Hause fahren. Auch die Beschwichtigungsversuche von Herrchen, dass Wölfe durchaus ohne jegliche Probleme eine Woche und mehr ohne Futter auskommen.... Ja Wölfe, aber doch kein MAGIC!!! MEIN MAGIC!!! NIE!!! Der Urlaub war schon vorbei bevor er angefangen hatte. Nachdem Frauchen das Gefrierfach mit -man glaube es kaum- drei Kilo Pferd vollgeknallt hatte, wurden die restlichen 10kg eng zusammengeschnürt in den Kühlschrank gelegt. Das sollte zumindest für zwei/drei Tage kühl genug sein. Und bevor das Fleisch schlecht wurde, bekamen auch die anderen Hunde bestes Pferd. So nach und nach setzte der normale Verstand bei Frauchen wieder ein. Die Gedanken kreisten um die Versorgung ihres Magic: was verträgt er? was kann man mal ausprobieren? Nach vielen Gedanken und dem Bewußtsein, dass in jedem guten Supermarkt zumindest Fisch in der Tiefkühltruhe liegt, kehrte wieder ein wenig Ruhe ein. Mit Fisch und Kartoffeln sowie Unmengen an Bananen dürfte dem körperlichen Verfall des geliebten Magic etwas Einhalt geboten werden. :-) Dem Leser mag es sehr seltsam vorkommen, warum frau so ein Geschrei um die Ernährung ihres Hundes macht. Kurz gesagt: Magic ist ein schwerer Allergiker, der auf das geringste Allergen heftigst reagiert. Das ist man froh wenn man einen solchen Hund mit der richtigen Ernährung gut halten kann. Aber es ist eben auch schwierig und bedarf immer der Planung. Den Rest des abends richteten wir uns so gut wie möglich ein. Morgen wollten wir Meer sehen...
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Am Sonntagmorgen, nach einem Frühstück aus deutschen Resten, brachen wir auf in’s Dorf. Sowohl der Bäcker, als auch der Metzger hatten am Sonntag!!!Vormittag geöffnet. Mit der landestypischen, ewig langen Baguette unterm Arm und ein paar verdammt süßen Kleinigkeiten ging’s zum Metzger. Unsere erste Sorge galt Magic’s Versorgung, welche nur für die erste Woche gesichert war. Doch der freundliche Metzger konnte uns mit Pferd leider nicht weiterhelfen. Schade. :-( Dafür hatte er ein paar ansehnliche Koteletts, die wir für uns Zweibeiner mitnahmen. Auf dem Rückweg konnten wir wieder auf’s Meer blicken. Upps, wo war es denn? Die Ebbe war da, das Meer weg... Das Meer war so richtig weg, nur noch am Horizont sah man blaues, unruhiges Wasser. Frauchen als bekennender Stromspar-Junkee dachte sofort über die ungeahnten Möglichkeiten nach, die Gezeiten in ökologisch sinnvollen Strom umzuwandeln. Das waren ja Massen die sich da 2x täglich bewegten. Schwer beeindruckt bogen wir mit unserem 6-Liter-Ökoauto (Hubraum, nicht Verbrauch!) auf die Zufahrt zum Haus. Nach den ersten Happen Baguette brachen wir auf an’s Meer. Nur zwei Minuten Fußweg und wir standen am Strand, vor einem leeren Meer. Für den Flachlandbewohner ist es so ziemlich unvorstellbar, wie weg so ein Meer sein kann. Unsere Vermieter hatten uns bereits gesagt, dass man ohne Sorge ins Meer gehen kann. Wenn die Flut kommt kann man normalen Schrittes wieder an den Strand wandern. Man wird nicht eingeschlossen und das Wasser steigt sehr langsam. Mit Gummistiefeln und dicken Jacken, durch die es trotzdem zog, gingen wir über den Meeresboden. Neben vielen Pflanzen waren die Steine über und über mit Muscheln und Schnecken besetzt. Hm, lecker... Wir erkundeten die ersten Inseln, wagten uns aber, da wir auch nicht wassersicher ausgerüstet waren, nicht ganz so weit voran. Vinzenz war noch nicht so ganz überzeugt, erwartete er doch große Meerestiere und sonstige Ungeheuer, die ihm in die Füße zwackten. Auch hatte er noch kein Vertrauen in dieses hin und her wandernde Meer. Unsere Hunde hatten viel Spaß ... und waren total versandet. Wir erkundeten noch ein wenig die Gegend, den Strand, einen Pinienwald, fanden Muscheln ohne Ende und, und, und... Es wurde Urlaub...........
 
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Nach dem nächsten Frühstück brachen wir auf in den nächsten größeren Ort. Hier wollten wir uns in einigen Supermärkten über die Fleischsituation für unsere Hunde erkundigen. Es gibt dort tatsächlich Reste an Rindfleisch für Hunde. Für unsere Mengen allerdings ein wenig beschränkt. Da unsere anderen Hunde jedoch alles vertrugen war es egal, was letztendlich im Wagen landete. Für sie wurden wir immer fündig. Manchmal war es dann halt etwas teurer. Für Magic sah es bzgl. Pferd schlecht aus. Doch mit Fisch, welchen es in unserer Gegend in Hülle und Fülle frisch und gefrostet gab, sollte es für seine Versorgung gut aussehen. Dann fand Frauchen noch Lammkeule, hm, das könnte auch was sein. Allerdings hatten wir Lamm noch nie versucht, so dass hier durchaus die Gefahr bestand, dass Magic darauf reagiert. Das allerwichtigste war jedoch erledigt: das Futter für unsere Hunde war gesichert!!! Das Menschenfutter kam natürlich auch nicht zu kurz. :-) Baguette, Fromage et Vin rouge... mehr braucht es nicht :-)
Nachmittags gingen Frauchen, Vinzenz, Magic und Eddie wieder zum Meer; es war mal wieder weg. Vinzenz freundete sich langsam mit dem Riesensandkasten an. Magic fand das bißchen Wasser toll. Er liebt Wasser. Das Wetter war bereits die gesamte Zeit rauh. Viel Wind und immer wieder Regenschauern; doch es regnete nie am Stück. Das machte es sehr angenehm. Und es war erstaunlich warm.
Noch eine kurze Erklärung für die ganz Interessierten. Die Hunde sind an ihren Geschirren zu unterscheiden. Ilva = rosa, Beverly = rot, Magic = blau, Eddie = schwarz
         
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Die Seeluft machte uns alle sehr müde. Wir schliefen viel, frühstückten lang und verbrachten ansonsten viel Zeit im Meer. Zuvor schauten wir immer in den Gezeitenkalender, um frühzeitg vor Ende der Ebbe aufzubrechen. So kam man nie in Zeitnot. Gemeinsam mit allen Hunden brachen wir zu einem Weg auf bis ganz an den Rand des Meeres bei Ebbe. Einige Boote liegen dann auf Grund, ein seltsamer Anblick... Dieser Gang war ein echtes Erlebnis. Neben einer Insel, die bei Flut nicht ganz im Meer versinkt, kamen wir an Muschelbänken vorbei. Wir sahen die Anker am Meeresboden, wir wateten durch kleine Priele und die Hunde durften im Meer baden. Es war sehr flach, trotzdem hatte Frauchen immer Sorge, dass die Jungs und Mädels im Schwimmeifer in irgendeinen Sog kamen und auf’s offene Meer gezogen wurden. Typisch Frauchen halt... :-) Unser Ilvchen wurde wieder jung. Sie schnüffelte an allen Wattwurmlöchern, erbeutete Krebse (allerdings bereits tot) und stürzte sich als echte Wasserratte am weitesten in die Fluten. Unsere beiden Jungs hatten sich im Urlaub vorgenommen, das Meer zu verschmutzen; sie erledigten ihr Geschäft grundsätzlich auf dem Meeresgrund :-) arme Wattwürmer... da arbeitet man sich an die Oberfläche und landet mitten in einem Hundehaufen............
          
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Die Tage vergingen wie im Flug und ähnelten sich sehr. Lediglich das Wetter wurde, nach einem sehr schönen sonnigen Tag, viel schlechter. Es gab tatsächlich einen ganzen Tag lang Regen. Mit was anderem hatten wir ja auch gar nicht gerechnet. Unsere letzten Urlaube hat es auch nahezu immer geregnet. Wir beschlossen, zukünftig nur noch zu Zeiten in Urlaub zu fahren, zu denen wir nicht fahren wollten.... :-) An einem solchen Regentag gab es zusätzlich noch einen gaaaanz kräftigen Sturm. Den Nachrichten konnten wir entnehmen, dass auch über Deutschland Orkan herrschte. So war dies hier wohl ein Orkan. Vinzenz und Frauchen gingen, wie jeden Tag, mit Magic und Eddie auf’s Meer und erkundeten die nächste Insel. Wir wurden fast weg geweht, so dolle war der Wind. Vinzenz mußte sich schräg legen und kam teilweise kaum voran. Die Jungs hatten derweil viel Spaß dabei, umher kugelnde Meerpflanzen zu jagen. Gegen den kräftigen Sturm hatte man als Mensch eh keine Schnitte, den Hunden was zuzurufen. So durften sie ohne Ermahnung ihrem Jagdtrieb ein wenig nachgehen. Da sie sich nicht so weit entfernten war ja alles in Ordnung. Vinzenz kämpfte sich tapfer durch den Orkan. Frauchen hatte teilweise schon ein wenig Sorge, dass Hunde und Kind durch die Luft wehten.... Immer diese Mütter....
   Vinzenz hatte sich mittlerweile mit dem Meer angefreundet. Er fand ein einfach nur toll, durch’s Meer zu laufen, darin zu toben, zu platschen und in jede Pfütze zu springen. Er, der anfangs noch Angst vor jedem Seeblatt hatte, war kaum mehr vom Meeresboden weg zu bekommen. Auch unser Eddie, der erst im Oktober, nur wenige Wochen vor unserem Urlaub, wieder zu uns gekommen war, wurde mit jedem Tag sicherer. Er hatte anfangs Mühe, überhaupt eine Treppe zu laufen. Jetzt tobte er voller Freude mit Magic herum und kletterte über die schroffesten Felsen. An dieser Stelle noch ein paar Worte zu Eddie. Wir haben ihn seinem Herrchen wieder abgekauft, weil er behördlichen Vorschriften zur Ausbildung als Blindenführhund nicht entsprach. Er wurde in den vergangenen sechs Monaten bereits gut ausgebildet, lebte aber in der Stadt. Ihm war vieles, was unseren Hunden selbstverständlich ist, nicht bekannt. Das bringt das Stadtleben mit sich. Genauso wie ein “Land”hund nicht den Trubel in der Stadt kennt. Eigentlich sollte er nur kurzfristig bei uns sein. Doch wie das Leben so spielt. Erst bekommt er ein eigenes Geschirr, eine eigene Leine und dann noch einen neuen Namen. Eddie hieß vorher Kalle. Da kann man -nein frau :-)- sich nicht gegen wehren. Und wenn dann der eigene Mann noch sagt: andere Männer schenken ihren Frauen Diamanten, ich schenke dir einen Hund.... da ist doch alles gesagt, oder?
   
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Das Wetter wurde nicht besser, doch wir gingen immer wieder in’s Meer. Es war einfach zu toll, was man dort alles erleben konnte... und die Hunde hatten ebenfalls sehr viel Spaß. Das war Urlaub pur....... Interessant war, dass Magic von Tag zu Tag gelber wurde auf dem Kopf; war das Dreck oder hatte das Salzwasser auf das weiße Fell eine besondere Wirkung? Unsere Mädels, die meistens mit Herrchen daheim blieben, waren strahlend weiß. Eddie, der von Natur aus noch weißer war als Magic, wurde auch langsam “farbiger”. Dafür löste sich seine Liegeschwiele am rechten Bein auf. Das Salzwasser schien eine sehr gute Wirkung auf diese Liegeschwiele zu haben. Die Stelle löste sich großflächig ab und heilte sofort zu. Wir hatten die Hoffnung, dass sich auch das verfärbte Fell an dieser Stelle dann langsam wieder aufhellt.
     
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Heute waren wir auf einem Markt. Nach unseren Erlebnissen in Polen war dieser in Frankreich miniminiklein. Ein paar Wagen mit Fleisch und Käse, sowie ein paar Stände mit Obst und Gemüse, einmal Nachthemden und einmal Pullover. Das war’s.... Da es am Nachmittag regnete ohne Ende und sogar unser Rasen unter Wasser stand zogen wir es vor, vor dem Abendprogramm -einmal essen gehen im Gouermel- das Meer heute Meer sein zu lassen. Die Ebbe verschob sich jeden Tag um eine halbe Stunde, so daß unsere Besuche schon nahezu in den Abend fallen würden. Dazu hatten wir dann keine Lust... Wir setzten uns vor’s Feuerchen und harrten der Genüsse die da kamen. Vinzenz freute sich auf seinen Crepe, nachdem wir ihm erklärt hatten, dass Crepes keine Krebse sind sondern dünne Pfannekuchen :-). Frauchen dachte an Meeresfrüchte und Herrchen bestimmt an Fleisch.... Die Hundis suchten sich ihr Plätzchen und verschliefen den Tag.... und dachten bestimmt auch an Fleisch :-). Armer Magic, heute war sein erster Fisch-Tag. Am Abend gab es mehrere Enttäuschungen. Magic mäkelte an seiner Fischmahlzeit, völlig untypisch für ihn, der selbst vor Salat pur und Zitrusfrüchten nicht zurückschreckt. Vielleicht hätte Frauchen den Fisch mit Zitrone betreufeln und mit Salatblatt garnieren sollen??? Mit hochgezogenen Maulwinkeln fraß er seinen Napf leer. Uns Zweibeinern ging es auch nicht viel besser. Das Essen im Restaurant war essbar... Das bekannte “Pling” aus der Küche verriet, dass der beste Helfer des Kochs die Mikrowelle war und die Brotfladen schmeckten mehr als künstlich. Die Menge an Gerichten, die hier an die Gäste in windeseile verteilt wurden bestärkte uns, dass hier lediglich aufgewärmt wurde. Einziges Highlight in diesem Restaurant: eine dicke Miezekatze, die uns freundlich begrüßte und zu unserem Tisch begleitete.
   
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Der Sonntag fing schon wieder soooo grau an. Dabei hatten wir keinen Bock mehr auf Regen. Im Laufe des vormittags wurde es teilweise heller, hurra... Leider spielte in dieser Woche das Meer nicht so mit wie von Vinzenz gewünscht. Ebbe gab es nur noch zu den Zeiten, an denen sich Urlauber gewöhnlicherweise in der waagerechten aufhalten bzw. spät am Abend. Zudem war in dieser Woche der Höhenunterschied zwischen Ebbe und Flut nicht so groß. Somit fielen weite Wanderungen ins Meer hinein aus. Leider konnten wir auch keine Inseln mehr erkunden, die weiter im Meer lagen. :-( Trotzdem brachen wir auf, den wenigen freien Meeresboden zu erkunden und sämtliche Steinhaufen zu besetzen.
     
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Heute wollten wir die Flut einmal nutzen und brachen zu einem kleinen Häuschen auf. Es lag direkt am Meer und wurde zwischen die Felsen gebaut. Der Weg dorthin führte am Strand entlang, teilweise durch Naturschutzgebiet. Dort mußten Hunde an die Leine. Der Weg war so weit, dass wir nur eine Strecke laufen konnten, mehr hätten Vinzenz nicht geschafft. So erklärte sich Herrchen bereit, uns mit seinen Mädels und dem Jungrüden abzuholen. Frauchen, Vinzenz und Magic brachen bei bestem Wetter zu einer kleinen Wanderung mit vielen Entdeckungen auf... blaues Wasser, schöner Strand, schmale Wege, Obelix’ Hinkelsteine, Regenbogen ohne Regen :-), ein Häuschen das mitten im Wasser zwischen die Felsen gebaut ist (übrigends ist es das am häufigsten fotografierte Gebäude der Bretagne, das “Castel Meur”) und ein Süßwasserteich direkt neben dem Meer. All das kann man nicht in Worte fassen, guckt selbst...
            
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Beim heutigen Einkauf stellten wir fest, wie nahe schon das Ende unseres Urlaubs war. Dabei hatten wir gerade mal Dienstag. Das tolle Wetter nutzen wir nach unserem letzten großen Einkauf für Fotos im Garten. Immer noch blühten hier die unterschiedlichsten Blumen. Die Fliegen summten und Vögel zwitscherten, nicht überraschend bei knapp 20 Grad. Für diese Jahreszeit für uns sehr ungewöhnlich. Nach der anstrengenden Fotosession und der ungünstigen Ebbe/Flut-Verhältnisse beschlossen wir, die Ebbe bei Nacht zu erleben. So brachen sechs Füße und acht Pfoten am frühen abend zu einer aufregend-gruseligen Nacht-Meer-Wanderung auf. Gut beleuchtet, der Weihnachtsmann könnte ne Menge von uns lernen, versuchten wir, trotz der ganzen Taschenlampen und Blinkis den Strand zu erreichen. Es ist eine echte Herausforderung bei stockdunkler Nacht aber totaler Bestrahlung auch nur ansatzweise was zu sehen; doch kann man das einem sechsjährigen Knirps nicht verständlich machen. Und ausprobieren ging ja gar nicht.... Die Jungs, die uns begleiteten, mußten an der Leine bleiben; zu groß war die Versuchung den diversen Möwen- und Käuzchenschreien nachzuforschen. Da wir Zweibeiner keine Lust mehr auf nasse und sandige Hunde hatten gingen die beiden zweibeinigen Männer das Meer suchen. Frauchen stöberte solange mit ihren Jungs am Strand entlang und versuchte, nicht über die verstreuten großen und kleinen Felsen zu stolpern. Die Hunde fanden die Trennung des Rudels nicht so toll... und hatten trotz der Dunkelheit alles im Blick. Magic hatte an seinem Julius-K9-Geschirr sogar eine kleine Mag-Lite, die den Weg ein wenig erhellen sollte :-). Nach dem Meeresbesuch wanderten wir noch ein wenig am Strand herum -glücklicherweise fanden wir in der Dunkelheit keine Muscheln :-)- und dann zurück durch einen Pinienwald in dem man hervorragend über unzählige Wurzeln stolpern konnten. Vinzenz fand, es war eine wunderbar gruselige Nachtwanderung. Die schlechte Bildqualität bitten wir zu entschuldigen, die kleine Kamera war völlig überfordert:
     
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Der Tag begann glänzend: mit Regen und glänzenden Vinzenz-Augen. Auch war er ein wenig heiser. Das versprach nichts Gutes. Doch so wie sich der Regen verzog und die Sonne am Himmel stand, so verzog sich auch die fiebrige Aura unseres Sohnes. Er wollte erneut zum Steinhaus wandern. Nach mehrmaligem nachfragen, ob er sich der Tragweite seiner Entscheidung -gut 2h Fußmarsch- bewußt sei, wurde der Begleit-Hund ausgewählt und wir brachen mit Eddie, einer Flasche Wasser und einem Apfel auf. Unterwegs begegneten wir einer Menge Leute mit jeweils zwei Stöcken. Auf die Frage meines Sohnes, warum die denn alle mit Stöcken rumlaufen, konnte ich nicht wirklich antworten. Überzeugte NW’er schwören drauf, ich finde sie hinderlich. Jedem das Seine... Wir laufen ja auch mit Hunden herum... An einem kleinen Meereszufluß zeigte sich einmal wieder, wie einfach es mit Kindern ist, die sprachlichen Hürden zu überwinden. Vinzenz und ein französischer Junge im gleichen Alter warfen begeistert die größten Steine in den “Bach”. Hauptsache das Wasser spritzte. Mit einem “Tschühüß” und Winkewinke auf beiden Seiten gab es keine Verständigungsprobleme. Als nette Unterbrechung lernten wir ein Paar kennen, welches die Erde bereist, gewöhnlich in der Taiga lebt, ebenso in Düsseldorf, aber eigentlich überall zu Hause ist. Dieses Paar hatte ein bunt bemaltes Wohnmobil und bereits an anderer Stelle Ralf kennen gelernt. Jetzt, an einer wunderschönen Strandidylle kam also ich in den Genuß, mit einer bekannten Malerin und ihrem Mann zu sprechen. Es ging natürlich.... um unsere Hunde. Sie hatten uns bereits vor zwei Tagen gesehen und in meinem Magic, den ich an dem Tag mit hatte, ihren zukünftigen Hund entdeckt. Dann trafen sie Ralf beim Bäcker, wo sie auf dem großen Parkplatz übernachten und sprachen ihn dort auf uns an. Auto-Werbung sei Dank. Dann wiederum trafen wir uns mit Eddie nun am Strand. Sie knuddelten und fotografierten ihn. Mir wurden einige Bilder in verschiedenen Fertigungsstufen gezeigt. Mir selbst sagt die Malerei sehr wenig, aber die Bilder dieser Dame sind auf jeden Fall so begehrt, dass sie an verschiedenen bedeutenden Stellen rund um den Erdball hängen, u.a. auch im Foyer des UNO-Hauptquartiers. Und vielleicht wird nun auch Eddie auf Leinwand gebannt... Das Wetter heute war rauer; die Wellen donnerten an den Strand; ach ja, sollte jemand die Steine am Strand vermissen... bitte in Vinzenz rechter Jackentasche nachschauen :-)
    
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Mangels echter Anziehungspunkte in dieser Gegend wanderten wir nun den dritten Tag zum Castel Meur. Wer nun glaubt, es wird langweilig, der täuscht sich. Heute zeigte sich das Wetter echt bretonisch. Strahlender Sonnenschein, starker Wind, dicke Wolken, Regen und das immer im Wechsel. Gut das wir Wanderer und unser heutiger Begleiter Magic entsprechend angezogen waren. Magic ist schon ein ganz anderes Kaliber als Eddie. Genau so stürmisch wie das Wetter tobte er um uns herum, stöberte am Strand und hätte gerne jeden Zwei- und Vierbeiner begrüßt. Derzeit befindet sich Frauchens -eigentlich- sehr gut erzogener Hund in einer größeren Erziehungskrise (was bei Frauchen nahtlos in einer Sinnkrise mündet). Es macht den Eindruck, dass er mit seinen 2 1/2 Jahren der Meinung ist, dass man zwar hören muss, aber es ja eigentlich nur für den Augenblick gilt. Was macht es schon für einen Sinn, ewig lang bei Fuß zu gehen. Und Menschen und Hunde wollen doch alle begrüßt werden, die schreien ja gerade zu danach... Und außerdem ist man jetzt erwachsen!!! Für Frauchen eine echte Herausforderung. Denn da hilft nur viel Ruhe und absolute Konsequenz. Und das Wissen: es war schon einmal so (eigentlich viel schlimmer) und das haben wir auch in den Griff bekommen. Heute dauerte unsere Wanderung übrigens 2 3/4h. Wir haben nahezu alle Steine umgedreht oder ins Wasser geworfen, mit netten Leuten geplaudert und viel mit Magic trainiert. Nachfolgend nur ein paar Fotos vom stürmischen Magic, seinem kleinen quirligen Kumpel und dem stürmischen Wetter.
       
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Der letzte Urlaubstag brachte neben vielen Schauern viel Arbeit. Die Koffer mußten gepackt werden und an alle Kleinigkeiten gedacht werden. Nachmittags gingen wir mit Eddie noch ein wenig im Sand buddeln und haben uns mit einem kleinen Spaziergang von diesem wunderschönen Meer verabschiedet.
    
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Die Gegend ist für Mensch und Hund wirklich toll. Man kann viel spazieren gehen, hat aber wenig Abwechslung, da die einzig interessanten Wege am Meer entlang führen. Das Haus und der Garten sind für Hunde optimal (sofern man Hunde hat die nicht in Tümpeln baden!!!). Für Menschen mit ein wenig Anspruch auf Sauberkeit ist das Haus leider gar nicht geeignet. Auch ist die Kapazität mit 2-3 Personen am Limit. In nur sieben Monaten brechen wir bereits zum nächsten Familienurlaub auf. Diesmal bleiben wir im Inland und bewegen uns “Zur alten Ziegelei” Richtung Norden. Mit einem ausreichend dimensionierten Haus (über 200qm) und einem absolut hundesicher eingezäunten Grundstück (ca. 75.000qm) ohne Tümpel freuen wir uns auf den Sommer.
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