 |
|
|
|
Urlaub 2009 - Riesengebirge - Zachelmie (Saalberg) Nach unserem letzten Novemberurlaub in der Toskana haben wir uns in diesem Jahr für einen Sommerurlaub entschieden. Ausschlaggebend für die Sommerzeit war, dass wir für 2009 keine Welpen erwarten und uns so ausschließlich unseren großen Hunden widmen konnten.

|
|
Für eine ruhige Zeit mit drei aktiven Hunden haben wir uns für ein Ferienhaus entschieden mit dem Namen “Bergvilla”. Unsere Erwartungen wurden nicht getäuscht. Wir haben ein großzügig geschnittenes Ferienhaus vorgefunden mit einem wunderschönen Grundstück. Neben großen Rasenflächen gab es einen eigenen Wald mit teilweise uralten Bäumen. Für die sportliche Betätigung bei schlechtem Wetter gab es sogar ein gesondertes “Spielhäuschen” mit Tischtennisplatte, Fußbällen, Federballspielen, Seilchen, Schaukeln u.v.m. Somit auch für Kinder ein echtes Paradies. Und für ganz romantisch veranlagte Muttis gab es die Holzschaukel am Stamm eines alten knorrigen Baumes. Da konnte man sich beim schaukeln schon als “Sissi” fühlen bzw. an die Szenen zwischen Sissi und Franzl frei nach Bully Herbig denken, :-))) Nun sind wir schon wieder mitten im Urlaub und haben das wichtigste gar nicht erwähnt. Das mentale Problem, 14kg Pferdefleisch für unseren Magic nach Polen einzuführen. Direkt vorab erwähnt: das ist erlaubt!!! Nachfragen beim Zoll haben ergeben, dass für den eigenen Gebrauch die Einfuhr von Fleisch (auch von Pferdefleisch) kein Problem darstellt. Allerdings wies uns der freundliche Zöllner auf telefonische Nachfrage darauf hin, dass wir trotz Schengener Abkommen noch kontrolliert werden könnten. Und dann könnte es evt. schwierig sein einem Zöllner klar zu machen, dass man für einen Hund 14kg gutes Pferdefleisch mitschleppt. *tocktocktock* Mit diesen Gedanken begann also der Urlaub. Wir sahen uns schon an der Grenze als einziges Auto rausgewunken und das gute Fleisch ausladen. Dann hätte unser Puppy für 14 Tage Veganer werden müssen. Doch der Kelch der Grenzkontrolle ging an uns vorüber und wir konnten mit unserem erlaubten Fleisch ohne Komplikationen einreisen. puh................Schwein ne Pferd gehabt...............
|
|

|

|
|
wir wurden erwartet... allerdings entspricht die Warnung nicht dem Naturell unserer Hunde
|
so soll es sein... freundlicher Empfang durch drei wunderschöne Schneebälle
|
|
Die Fahrt gestaltete sich nahezu problemlos. Zeitlich hatte unsere neue Else, ausgerüstet mit dem aktuellsten Kartensatz Osteuropas, alles im Griff. Lediglich bei den Straßen in Polen hatte die gute Dame ab und zu orientierungsschwierigkeiten. Zu allem Übel konnte Else ncht zwischen normalen Straßen und Wanderwegen unterscheiden *uuuuuuuuaaaaaaaahhhhhh*. So sahen wir uns gezwungen, neben der freundlichen Frauenstimme, auch die antiquarisch anmutenden Straßenkarten zu Rate zu ziehen. Spätestens nach dem Erlebnis, mit einem völlig unauffälligen und mit kleinen Ausmaßen versehenen Chevi-Tahoe inklusive Hänger in einer belebten und kameraüberwachten Einkaufsstraße zu landen zeigte uns, dass man der netten Dame nicht blind vertrauen durfte. So zogen wir unser Kartenpaket zu Rate und siehe da, dies führte uns bis zum Ziel. Hier sei noch erwähnt, dass unsere Else bereits früher aufgab. Den gut gemeinten Rat, einen Wanderweg zu benutzen haben wir ebenfalls ausgeschlagen. Die Ankunft war herzlich und wir waren sehr erfreut, alles sauber vorzufinden. Wir richteten uns wohnlich ein, die Hunde schauten nach den besten Plätzen und dann ging es nach kurzen baulichen Veränderungen (wir benötigten noch ein drittes Bett im Schlafzimmer) schon in die Kojen.
Am nächsten Tag ging es nach einem ausgiebigen Frühstück auf Entdeckungstour; auf dem eigenen Grundstück versteht sich. Wir schauten in alle Hütten, inspizierten das Spielhäuschen und begaben uns dann auf Zaunschau. Lediglich drei Stellen bedurften einer kurzen Ausbesserung. Wir haben zwar keine Panzerknacker-Hunde, doch wir kannten auch die Wild-Situation auf und um das Grundstück herum nicht. So zogen wir es vor, kleinere Lücken mit Draht auszubessern. Nun konnten wir ohne Sorgen unsere Hundis auch mal ohne Aufsicht auf dem Grundstück laufen lassen. Nachdem wir den Hauseigenen Wald noch weiter durchforscht hatten gab es die erste unangenehme Überraschung in Form kleiner, possierlicher Spinnentierchen: ZECKENALAAAAARM. Und das nicht zu knapp. Bei über 60 Stück (kurz nach dem Waldbesuch) die wir einfach so abgesammelt haben hörten wir auf zu zählen. Das wir fortan auf das dichte Unterholz verzichteten dürfte wohl klar sein (es half aber nicht wirklich). Entgegen unserer sonstigen Ansicht bzgl. chemikalischer Zeckenprophylaxe-Keulen hatten wir bereits einige Wochen vor Urlaubsantritt mit natürlichen ätherischen Ölen für Schutz gesorgt. Doch die polnischen Zecken fanden den Geruch wohl einladend. Dass sie einen Biss mit anschließendem Saugen mit ihrem Leben bezahlten war ihnen nicht bewußt. Trotzdem haben selbst wir für diese zwei Wochen noch auf ein weiteres Sprühpräparat (für Kinder geeignet) aus der Apotheke zurückgegriffen, welches wir zusätzlich auftrugen. Es war mehr als nötig.
|
|

|

|
|
die Königin
|
Königin Prinzessin und Hofnarr
|
|
Nachdem wir bereits am Sonntag die nähere Umgebung nach Einkaufsmöglichkeiten abgesucht hatten gestaltete sich der erste Einkauf relativ entspannt. Neben einem bekannten Discounter der Region Nord, der allerdings nicht überzeugte, gab es ein großes Einkaufszentrum mit einem ebenso bekannten französischen Supermarché. Hier gab es einfach alles, was man für das tägliche Leben so brauchte. Der Einkaufswagen wurde gut gefüllt. Herrchen durfte sich derweil auf dem Parkplatz langweilen und den Hunden die Zeit vertreiben. Hier machten wir auch zum ersten Mal direkte Bekanntschaft mit einer totalen Überwachung. Neben Kameras an jeder Ecke und in jedem Winkel liefen zusätzlich viele unauffällig gekleidete junge Herren durch die Gegend. Ralf war bereits auf dem Radar als er die Apotheke besuchte, da er eine schlodderige Jeans und Fleecepulli anhatte. Egal wohin man in Polen geht, man zieht sich anständig an; das hatten wir jetzt auch gelernt. Um auch unsere Jugend bei Laune zu halten probierten wir am Nachmittag in unserem Spielhäuschen alles mögliche aus. Neben Kicker spielen wurde viel geschaukelt; erste Versuche an der Tischtennisplatte schlugen allerdings fehl. Dagegen zeigte sich Vinzenz beim Federball spielen relativ geschickt. Wenn auch kein Spiel zustande kam, hat er zumindest ab und zu mal den Federball getroffen und Mama ordentlich durch die Gegend gescheucht. Magic hatte dabei auch seinen Spaß; er fand großen Gefallen am Federball. Nach so viel Bewegung fielen Zwei- und Vierbeiner jeglichen Alters hundemüde in die Federn.
|
|

|

|
|
Vinzenz
|
Vinzenz vor der dicken Buche direkt vor dem Haus
|
|
Heute haben Vinzenz, Frauchen und natürlich Magic ein klein wenig die Gegend erkundet. Ziel waren die Bärensteine, die in nicht so weiter Entfernung zu bestaunen waren. Im Riesengebirge gibt es natürlich an jeder Ecke Felsen, aber manche haben besondere Formen und diese speziellen Felsen sahen von weitem tatsächlich so aus wie schlafenden Bären. Vinzenz, Magic und Frauchen machten sich also mit ein wenig Gepäck und einer Karte auf den Weg. Trotz Karte war es uns nicht möglich, direkt bis an die Felsen zu gelangen, aber immerhin, wir haben sie gefunden. Das war trotz Karte eine echte Meisterleistung, denn die Wanderwege stimmten nicht so unbedingt mit den Strichen auf der Wanderkarte überein. So langsam dämmerte uns, warum unsere Else hier sehr oft versagte. Ihre Karten waren schließlich auch nicht so viel besser als unsere. Vinzenz und Magic wanderten tapfer mit um den halben Berg, da Frauchen immer noch nach einem Aufstieg zu den Felsen suchte. Allerdings wurde es Vinzenz langweilig und so drehten wir wieder um. Dabei gingen wir prompt an der besten Stelle für Fotos vorbei. An der Straße angelangt beschloß Vinzenz, dass wir für die Fotos unbedingt wieder zurück mußten und so wurde der Weg ein zweites Mal bewandert um noch ein paar Fotos von den schlafenden Bären zu machen. Magic hatte auf seine Weise viel Freude und begoss so ziemlich alles, was wie ein Baum aussah. Nebenbei konnten wir ein wenig Unterricht in Pflanzenkunde nehmen: das ist ein Fingerhut und der ist giftig; das ist Sonnentau und ebenfalls giftig. Die Schlange, die wir gesehen haben konnten wir nicht einordnen; jedenfalls war es keine Blindschleiche (die ja auch keine Schlange ist)!!! Pünktlich mit Beginn des großen Regens waren wir wieder zu hause.
|
|

|

|
|
Bärensteine
|
psssssssssst...noch ein schlafender Bär
|
|

|

|
|
Vinzenz vor dem Bärenfelsen
|
Frauchen und Magic
|
|

|

|
|
Vinzenz und Magic bei der wohlverdienten Rast
|
wildes Stiefmütterchen
|
|
Nachdem Herrchen und die beiden Mädels gestern das Haus gehütet haben wollten wir nun alle gemeinsam zur Schneekoppe fahren. Der Versuch relativ nahe mit dem Auto bis zur Spitze zu kommen schlug allerdings fehl. Else, die uns bereits wieder tapfer durch die kleinsten Feldwege geführt hatte wollte uns nun auch noch den Wanderweg hoch führen. Doch glücklicherweise setzte eine massive Schranke dieser absurden Idee ein Ende. Da wir Vinzenz die 5km bis zur Schneekoppe nicht zumunten konnten bliesen wir das Vorhaben ab. Um wenigsten noch ein bißchen von der schönen Gegend zu erkunden fuhren wir Richtung Burg Kynast. Doch auch hier mußten wir -trotz Else’s eindringlicher Aufforderung- das Vorhaben abbrechen, da kein Durchkommen war. So fuhren wir gefrustet nach Hause und beschlossen, ein wenig in unserem heimischen Gebiet zu wandern. Aus der Wandertour wurde eine echte Klettertour an der Mensch wie Tier viel Spaß hatten. Zum Abschluß dieses Tages wollten wir noch in ein Restaurant ganz in der Nähe fahren. Die Glückssträhne setzte sich nahtlos fort. Die freundliche Dame machte uns klar, dass zwar geöffnet sei, aber “wegen kein Gas kein Essen”. Sie lud uns für den morgigen Tag ein. Ganz nett, aber wir hatten JETZT hunger. Sie empfahl uns ein Fischimbiss um die Ecke. Für drei Fischstäbchenfischesser war das zwar der blanke Horror, aber wir versuchten es tapfer und siehe da, selbst dem überzeugten “ich mag keinen Fisch”-Vinzenz schmeckte das Zanderfilet. Es war richtig lecker..........
|
|

|

|
|
Schneeeeeeeeeeeeeekoppe
|
Bauboom in Karpacz
|
|

|

|
|
Ralf mit Magic, Beverly & Ilva (v.l.n.r.)
|
Vinzenz & Ralf mit den Mädels & dem Bürschlein
|
|

|

|
|
Vinzenz, Frauchen & Magic auf den Rübezahl-Steinen
|
kleiner Rübezahl ganz hoch
|
|
Heute statteten wir Cieplice/ Bad Warmbrunn einen Besuch ab. Auf dem bewachten Parkplatz direkt an der Stadt gab es noch einen großen Parkplatz für unser kleines Auto. Für umgerechnet 0,40€ pro Stunde oder einem Tagessatz von unglaublichen 1,30€ sollte man erst gar nicht auf die Idee kommen, sein Auto ohne Bewachung abzustellen. Nachdem wir unzählige Postkarten auf den Weg gebracht hatten suchten wir eine Möglichkeit mit Magic (die Mädels blieben daheim) Eis essen zu gehen. In Polen ist es gesetzlich verboten, Hunde mit in ein Lokal zu nehmen. An einem schönen Biergarten fragten wir die Bedienung, ob wir mit dem Hund draußen sitzen durften. Dies wurde uns erlaubt. Die Vorschrift bzgl. Hunden heißt aber nicht, dass Hunde in Polen nicht erwünscht sind. Es gibt unzählige Hunde, die meistens sogar frei herumlaufen. Gerade dieses frei herumlaufen macht sie sehr angenehm. Es gab keine unschönen Begegnungen mit Hunden. Die Tiere laufen dort einfach (meistens ohne Leine!) mit ihren Menschen mit; sie stören nicht, kläffen nicht sondern sind einfach da. Sie laufen auch teilweise ganz alleine auf der Straße herum, gehen brav auf dem Bürgersteig, oder auch am Straßenrand. Wir wurden mehrfach auf Magic angesprochen, welche Rasse das denn sei. Eine alter Mann nannte ihn “Sniezka” (Schneeball), zwei weitere Männer waren der Meinung, dass es die Rasse Weißer Schäferhund gar nicht gibt. Und auch wenn man sich sprachlich nicht immer versteht merkte man den Menschen an, dass sie Hunden gegenüber absolut aufgeschlossen waren. Hunde gehören in Polen zum Leben dazu und dann ist es auch o.k., wenn sie in Lokalen verboten sind. So ist das halt. Cieplice (gehört zu Jelenia Gora/ Hirschberg) selbst ist eine sehr schöne Stadt, zumindest der Stadtkern. Vor der Stadt sieht man auch uralte, nicht renovierte Mietbunker. Doch egal wo man in Polen hinschaut: hier mobbt der Bär. Es wird gebaut, restauriert, renoviert was das Zeug hält. Und so konnten wir in der Stadt bereits einige wunderschöne restaurierte Villen des dort früher ansässigen Adelsgeschlechts derer von Schaffgotsch bewundern. In der Stadt gab es zudem einen riesengroßen, wunderschön angelegten und sehr gut besuchten Park. Für die Kinder gab es neben Spielplätzen auch Tretautos etc. die sie kostenlos benutzen konnten. Den deutschen Namen Bad Warmbrunn bekam die Stadt aufgrund ihrer sehr, sehr warmen Wasserquelle, an der man sich fast die Finger verbrannte. Am Abend folgten wir der freundlichen Einladung vom Vortag und gingen noch einmal Essen. Nun war Gas da und wir bekamen ein solides reichhaltiges Abendessen. Für knapp 25€ (inkl. Trinkgeld) waren wir satt bis oben hin.
|
|

|

|
|
Wege im riesigen Park in Bad Warmbrunn
|
Prachtbau im Park
|
|

|

|
|
Magic im Park
|
Vinzenz
|
|

|

|
|
Sanatorium im Park
|
|
|

|

|
|
Fußgängerzone in Bad Warmbrunn
|
vor dem Schloss in der Fußgängerzone
|
|
Auf einen sehr langweiligen Tag, an dem Frauchen einmal endlich ein wenig im PC schreiben konnte folgte dann die erste echte Herausforderung :-))): Eine Wanderung zur Burg Kynast (Zamek Chojnik) stand an. Gut eingesprüht mit Zeckenschutz (die Viecher waren eine echte Plage) und einem Rucksack mit Wanderkarte, Fotoapparat, Wasser, Zeckenzange und Geld (Eintritt muß man hier fast für alles zahlen) machten wir uns auf den relativ kurzen Weg von knapp 40 Minuten. Magic und Frauchen brauchten dafür eine gute Stunde, da der eine ständig das Beinchen heben mußte und die andere ständig Fotos machte. Vor dem letzten Aufstieg zur Burg gab es noch eine kurze Gedenkminute. Der Weg bestand aus unzähligen Stufen die steil in die Felsen gingen. Ohne Geländer war das für Frauchen, die unter großer Höhenangst leidet, eine echte Herausforderung. Die Burg liegt in einem Nationalpark und ist erbaut auf der Spitze des Berges. Hunde sind hier überall erlaubt und so konnte ich mit Magic -fast- die gesamte Burg erkunden. Der von relativ hohen Mauern umgebene Rundgang stellte nur an einer Stelle für Frauchen ein klitekleines Problem dar. Doch mit beiden Händen festgeklammert an der Burgmauer gelangen sogar zwei Fotos von der Gegend. Magic zeigt sich da völlig entspannt und hüpfte gut gelaunt über die ganzen Steinwege. Doch das sollte sich bald ändern. Frauchen hatte sich trotz ihrer Höhenprobleme vorgenommen, den Turm zu besteigen. Dies geschah auf dem Hinweg über eine offene Wendeltreppe, dann durch einen kleinen Hohlweg in luftiger Höhe und anschließend über eine offene, aber bis in Kopfhöhe sicher eingezäunte Holzstiege ganz bis in den Turm. Mit diesen guten Vorsätzen fasste ich Magic am Geschirr und reihte mich zwischen zwei Paaren ein, die sicherlich mitbekommen würden, wenn Frauchen den Sittich machen wollte. Doch es kam gar nicht dazu. Unter Wahrung meiner Würde hat Magic dieses Vorhaben schnell für mich beendet. Tiere haben einfach ein Gespür dafür, wie es ihrem Menschen geht. So hat er bereits auf der Wendeltreppe schnell und eindeutig gesagt: so gehe ich nicht weiter und mit dir schon gar nicht. Aus erzieherischer Sicht mag das ein absoluter Fauxpax gewesen sein, doch man kann nur das von seinem Hund verlangen, was man auch selbst durchziehen kann. Und da oben hätte Frauchen sich nur um sich und nicht auch noch um Magic kümmern können. So zogen wir wieder in den Innenhof und schauten dem bunten Treiben der unzähligen Besucher zu. Der Puls beruhigte sich wieder. Nach einem Eis begann der Abstieg. Wir wählten noch einen kleinen Rundweg, der uns später wieder auf unseren Rückweg führen sollte. Unsere qualmenden Füße kühlten wir im Gebirgsbach und dann ging es auf nach Hause. Daheim angekommen überraschte Herrchen uns mit einem Abendessen im Palac Staniszow/ Schloß Stonsdorf. Das Ambiente war einmalig, die Bedienung ausbaufähig, manchmal etwas unaufmerksam, aber stets bemüht, den multikulturellen Besuchern den Abend nett zu gestalten. Dies fing schon bei der Speisekarte an, die für jeden Gast in seiner Landessprache vorhanden war. Die Speisekarte las sich wie in einem Sterne-Restaurant (wozu auch das Ambiente passte), die Preise sprachen für ein Wanderlokal. Wir Erwachsenen hatten jeder drei Gänge, Vinzenz bekam einen normalen Hauptgang, bei dem auf wirklich alle Wünsche eingangen wurde. Inklusive einiger Getränke haben wir dafür umgerechnet 60€ (inkl. einem reichhaltigen Trinkgeld) gezahlt (nein, nicht pro Person, sondern zusammen!). Ein absoluter Tipp für Besucher der Gegend!!!
|
|

|

|
|
auf dem Weg --> dorthin
|
Zamek Chojnik/ Burg Kynast
|
|

|

|
|
herrlich unaufgeräumte Wölder
|
nette Wanderwege
|
|

|

|
|
Magic war dabei
|
Felsen wohin man auch schaut
|
|

|

|
|
letzter Aufstieg zur Burg
|
im Innenhof; links der Pranger
|
|

|

|
|
Magic vor den Bäumen, die bis hoch an den Turm wachsen
|
Rundgang im innern der Burg
|
|

|

|
|
zum Rundgang bitte bücken
|
da ging’s hoch zum Turm............
|
|

|

|
|
grüner Wanderweg durch die Felsen
|
grüner Wanderweg auf Felsen
|
|

|

|
|
Pfoten kühlen im Gebirgsbach
|
und hier der ultimative Beweis: !!!Wölfe zurück im Riesengebirge!!!
|
|
Frauchen hat Geburtstag!!! Trotzdem durfte das Geburtstagskind nicht ausschlafen. Wir hatten heute den Besuch eines “Polenmarktes” auf dem Programm. Außer unzähligen Ständen und noch mehr Besuchern gab es nicht wirklich etwas besonderes. Wer hier das “Besondere” suchte war fehl am Platze. Außerhalb des eigentlichen Marktes gab es noch richtigen Trödel, gebrauchte Reifen, junge Hunde und Katzen. Doch auch die hatten ein verkaufsfähiges Alter erreicht und machten einen besseren Eindruck als erwartet. Am Nachmittag entschlossen sich dann Vinzenz und die Hunde, Frauchen noch ein wenig hochleben zu lassen. Auf dem großen Stein im Garten durfte Frauchen als Kletterobjekt für Hunde und Kinder herhalten. Jeder Aufenthalt draußen hieß für unsere Hunde vorab eine große Sprühaktion gegen Zecken. Die Viecher waren unerbittlich und hatten sich auf fellige Vierbeiner spezialisiert. Wir Menschen kamen bisher ohne Zeckenbisse aus. Lediglich von Vinzenz konnten wir zwei krabbelnde Exemplare absammeln. Von unseren Hunden waren es dagegen rund 20-30 je Hund pro Tag. Festgebissen haben sich dann nochmal rund 2-5 pro Tag und Hund. Das abendliche Zeckensuchen im Fell nahm gut 30 Minuten in Anspruch, war aber unbedingt nötig. Magic, eh ein großer Schmuser, genoss das durchkrabbeln des Fells. Ilva, die über ein gewaltiges Unterfell verfügt hielt zwar brav still, aber es war sehr mühsam, sich durch den Fellwald zu arbeiten. Dabei war sie diejenige, welche am meisten von den Zecken heimgesucht wurde. Beverly schien den Spinnentierchen nicht gut genug zu riechen, die festgebissene Ausbeute an ihr war geringer. Der nächste Tag war ein Regentag, hurra, denn das hieß, keine Zecken, yeah. Wir haben den Tag rumgelümmelt und wollten uns abends im Palac Milkow/ Schloss Arnsdorf den Bauch vollgeschlagen. Direkt vor Ort gefiel uns weder die Gegend noch das Gebäude, so dass wir wieder nach Schloss Stonsdorf fuhren.
|
|

|

|
|
Schloss Stonsdorf - Rückseite -
|
Nebengebäude - wird derzeit renoviert
|
|

|
|
|
Blick von der Terrasse in den weitläufigen Park
|
|
|
Es regnete an einem Stück. Der geplante Aufstieg zur Schneekoppe fiel für Frauchen und Magic ins Wasser. Da zusätzlich kräftige Gewitter gemeldet waren mußte die Wanderung verschoben werden. Leider sah es für die nächsten Tage gar nicht besser aus. Den Tag verbrachten wir mit relaxen. Ein kurzer Spaziergang durchnässte die Hunde bis auf die Haut. Trotz des regens fanden wir immer noch vereinzelte Zecken auf unseren Hunde. Die Viecher waren ziemlich hartnäckig. Sch... Tag!
|
|
es regnete immer noch....................an Spaziergänge war nicht zu denken.............die Schneekoppe rückte in weite Ferne, schade..........der Regen war so stark, dass man noch nicht einmal in Bad Warmbrunn spazieren gehen konnte...........man wurde nass bis auf die Haut..............
|
|
es regnete immer noch.............und die Stimmung war auf dem Nullpunkt angekommen. Noch nicht einmal Magic konnte sein Frauchen aufmuntern. Drei Tage Stubenarrest nagten gewaltig an der Laune. Da sich der Himmel im Verlauf des Vormittags ein wenig lichtete versuchten wir unser Glück, die Rote Höhle zu finden. Nach kleinen Vorbereitungen brachen wir auf und hofften, dass unsere Karte uns zum gewünschten Ziel bringen würde. Es wurde ein echter Abenteuerspaziergang mit einer langen Suche nach der Roten Höhle. Auf der Karte verzeichnete Wanderwege sind nicht unbedingt immer als solche zu erkennen. Bei den kleinen Wegen handelt es sich lediglich um Trampelpfade, die man auch mit Wildwechseln verwechseln kann. So bleibt einem nichts anderen übrig, als sich an den Höhenlinien auf der Karte zu orientieren um das Ziel zu finden. Da so kleine Sehenswürdigkeiten auch nicht ausgeschildert werden blieb einem nur die Möglichkeit, sich frei durch den Wald zu arbeiten. Zur Orientierung sollte man sich am besten rot-weißes Absperrband besorgen und dieses hinter sich herziehen. Brotkrumen haben sich, wie wir aus der einschlägigen Literatur wissen, nicht als hilfreich erwiesen. Eine weitere Alternative wäre eine Kröte mit Heimfindungsvermögen. Am schönsten ist jedoch die Begleitung durch einen Weißen Schäferhund mit einer schwarzen Schnüffelnase. Der findet immer nach Hause. Wir hatten Beverly und Magic dabei, die großen Spaß daran hatten durch den Wald zu hüpfen und diesen zu erkunden. Nach ziemlich langem Suchen fanden wir endlich die Rote Höhle; nur 5 Meter lang und nicht wirklich spannend. Doch wie immer: der Weg ist das Ziel. Alle hatten viel Freude an dieser Abenteuertour. Kaum zu Hause angekommen fing der Himmel an zu grummeln. Zum Abschluss des Tages kam in windeseile ein Gewitter aufgezogen; direkt über unserem Haus. Zum ersten Mal konnten wir beobachten, wie der Blitz ins Haus einschlägt und dank der Blitzableiter in den Boden geht. Wir saßen auf der Veranda als dies passierte. Glück gehabt...........
|
|

|

|
|
Rast auf dem Gipfel nahe der Roten Höhle
|
Eingang zur Roten Höhle
|
|

|
|
|
die Rote Höhle
|
|
|
Das Ende des Urlaubs steht unmittelbar bevor. Frauchen und die Hunde hüteten das Haus, packten die Koffer und tobten an einem regenfreien Vormittag noch mal über’s Grundstück. Herrchen und Vinzenz fuhren zur Aufmunterung des kleinen Herrchen’s nach Karpacz in die Westernstadt. Das war nur ein kleiner Ausflug, doch reichte es, die nötigen Packarbeiten in Ruhe zu erledigen und die Zeit bis zum Abendessen, das wir nochmals auf Schloß Stonsdorf einnahmen, zu überbrücken. Unsere Vierbeiner gingen heute, wie immer vor sehr langen Autofahrten, leer aus. Trotz den Dauerregens in der letzten Urlaubswoche wollten wir nicht wirklich nach Hause. Es war einfach erholsam, in diesem großzügig geschnittenen Haus mit dem wunderschönen Grundstück seine Zeit zu verbringen. Man könnte sich dran gewöhnen. Für unsere Hundis war hier, trotz der Zeckenplage, ein echtes Paradies. So kann man als Hund residieren.
|
|

|

|
|
Besuch in Western City
|
“echt” antike Postkutsche
|
|

|

|
|
Vinzenz in der “Union Pacific Railroad”
|
“Deutsches Welle Polen” in Western City
|
|

|
|
|
“glaube keinem Grabstein, den du nicht selber gefälscht hast”
|
|
|
|
|